{"id":66,"date":"2009-10-27T18:10:02","date_gmt":"2009-10-27T17:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/jazzlab.com\/de\/?page_id=66"},"modified":"2012-08-22T22:07:10","modified_gmt":"2012-08-22T21:07:10","slug":"die-mundstueckuebung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jazzlab.com\/de\/silencer\/die-mundstueckuebung\/","title":{"rendered":"Die Mundst\u00fcck\u00fcbung"},"content":{"rendered":"<p><strong>BRAVO! <\/strong><\/p>\n<p><strong>I&#8217;m thrilled to see this product. As the one who introduced these exercises on the net in 1994, I can only hope that more people will use them (with silencer!) to learn how it opens the door &#8211;so easily &#8212; to advanced techniques. Search for &#8222;Shooshie Mouthpiece Exercise&#8220; on Google to find the SaxFAQ where the exercises were originally posted. There you will find the background and detail that bring them to life. And&#8230; get a Silencer. It&#8217;s a great idea! (I&#8217;ve no connection with it, btw.)<\/strong><\/p>\n<h1><strong>Shooshie<\/strong><br \/>\n_____________________________________________________________<\/p>\n<p><strong>Die Mundst\u00fcck\u00fcbung<\/strong><\/h1>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung von M. Hoffmann, <strong><a href=\" http:\/\/www.saxophonforum.de\/\" target=\"_blank\">saxophoneforum.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Diese \u00dcbung ist meiner Ansicht eine der besten Methoden, den Ton zu verbessern. Sie ist nicht einfach, aber wenn man es versucht, wird man den Erfolg bald bemerken. Erfahrene Spieler und Anf\u00e4nger sollten die \u00dcbung zumindest f\u00fcr einige Tage erproben, da sie gew\u00f6hnlich nicht von Lehrern erw\u00e4hnt wird. Es ist die Zeit wert. Das gleiche gilt f\u00fcr verschiedene andere Methoden, wie Zirkularatmung und Vibrato, die aber an anderer Stelle behandelt werden.<\/p>\n<p>Die folgenden \u00dcbungen sind eigentlich sehr einfach und sollten keine un\u00fcberwindbaren Schwierigkeiten bereiten. Wenn du bisher einen unflexiblen Luftstrom hattest, kann es anfangs etwas entmutigend sein, aber dann wirst du die \u201eMethode\u201c durch ausprobieren \u201eentdecken\u201c. Zu Anfang wirst du etwas mehr Zeit aufwenden m\u00fcssen, wobei 15 oder gar 20 Minuten aber schon \u00fcberm\u00e4\u00dfig w\u00e4ren, 10 Minuten sollten zun\u00e4chst ausreichen. Wenn man den Bogen erst einmal raus hat, werden wahrscheinlich t\u00e4glich wenige Minuten als Aufw\u00e4rm\u00fcbung v\u00f6llig ausreichen.<\/p>\n<p>Gegenstand dieser \u00dcbung ist, ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Muskeln zu entwickeln, die den Luftstrom beeinflussen und deren Koordination zu erlernen, was absolute Kontrolle von Tonh\u00f6he und Klangfarbe erlaubt, und zwar in jeder Lautst\u00e4rke (in gewissen Grenzen). Dies nenne ich im folgenden &#8222;velocity&#8220;, entlehnt vom MIDI-Begriff f\u00fcr \u201eattack rate\u201c. Velocity bezieht sich auf die Geschwindigkeit des Luftstroms, nicht auf das Tempo der Musik wie in Czerny&#8217;s &#8218;\u00dcbungen f\u00fcr Klavier&#8216;.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit der muskul\u00e4ren Koordination und Kontrolle wollen wir einen Weg erlernen, um die spezifischen Position dieser Muskeln zu erinnern, um uns in die Lage zu versetzen, diese jederzeit abzurufen, wenn es erforderlich ist, auch bei der Bew\u00e4ltigung spieltechnisch schwieriger Passagen. Daf\u00fcr benutze ich ein phonetisches System, da wir alle seit unserer Geburt phonetische Systeme erlernt haben, welche uns bef\u00e4higen, die bewundernswerte Muskelakrobatik des Sprechens aufzuf\u00fchren. Die Zunge ist ein freibeweglicher Muskel, und sehr wenige von uns haben eine Vorstellung, was f\u00fcr eine Form er zu einem bestimmten Zeitpunkt annimmt. Es gibt Versuche, diese Formen und Bewegungen mit Hilfe von Endoskopen und Video-Kameras festzuhalten, aber solche Untersuchungen haben aus drei Gr\u00fcnden wenig praktischen Nutzen:<\/p>\n<p>1) diejenigen, welche diese Studien durchf\u00fchren, wissen nicht unbedingt, welche Stellung die jeweils \u201eRichtige\u201c ist f\u00fcr den Luftstrom ist.<\/p>\n<p>2) die untersuchten Personen (Saxophonisten) m\u00f6gen es schwierig finden, mit den Apparaten im Mund die gewohnte Position zu finden.<\/p>\n<p>3) selbst wenn die vorgenannten beiden Einw\u00e4nde beseitigt werden k\u00f6nnten, w\u00fcrden uns die gewonnenen Bilder keinen Zusammenhang zu den k\u00f6rperlichen Vorg\u00e4ngen bieten, die notwendig sind, um die gezeigten Positionen nachzuahmen.<\/p>\n<p>Als Antwort auf den letztgenannten Punkt habe ich nach M\u00f6glichkeiten gesucht, die &#8218;airstream positions&#8216; zu lokalisieren und koordinieren, die notwendig sind, um Saxophon zu spielen, und nach Wegen, diese zu beschreiben und abzurufen. Die L\u00f6sung war au\u00dferordentlich einfach. Wir haben alles, was wir brauchen in unserem Mund \u2013 das Mundst\u00fcck und die F\u00e4higkeit zu sprechen.<br \/>\nHier also zuerst die \u00dcbung und darauf folgend eine Beschreibung der phonetischen Hilfen, um die jeweiligen Positionen abzurufen. Es folgt dann eine Er\u00f6rterung, wie man diese \u00dcbung in das t\u00e4gliche \u00dcbe- Pensum und in das Spiel einbaut (und wie nicht).<\/p>\n<p>F\u00fcr Neulinge: Man nehme nur das Mundst\u00fcck (mit Bl\u00e4ttchen und Blattschraube spielbereit zusammengesetzt) und spiele einen Ton ohne das andere Ende des Mundst\u00fccks mit den H\u00e4nden zu beeinflussen. Es wird alles durch &#8218;Voicing&#8216; des Luftstroms kontrolliert. Suche eine Tonh\u00f6he, die bequem ist und beginne damit, diesen Ton mit unterschiedlichen &#8218;velocities&#8216; anzusto\u00dfen. Wenn du jetzt ein Gef\u00fchl daf\u00fcr entwickelt haben, nur auf dem Mundst\u00fcck zu spielen, versuche, die Tonh\u00f6he zu senken. Du wirst anfangs vielleicht eine Ziehpfeife imitieren, bist du etwas Kontrolle \u00fcber die Tonh\u00f6he erlangst. Unmittelbar wenn dir dieses kleine Glissando auf und ab gelingt wirst du auf mindestens zwei Dinge aufmerksam werden: etwas ver\u00e4ndert sich mit der Stellung deiner Zunge und des Schlundes, und du musst den Ton mit viel Zwerchfellspannung unterst\u00fctzen (Anmerkung des \u00dcbersetzers: Es wird im Zusammenhang mit der St\u00fctze immer vom Zwerchfell geredet: Dies ist m.E. anatomisch falsch, denn das Zwerchfell wird bei der Einatmung angespannt und muss zur Ausatmung entspannt werden. Folgende Muskelgruppen unterst\u00fctzen die forcierte Ausatmung: Bauchmuskeln, Beckenbodenmuskeln).<\/p>\n<p>Nachdem Du jetzt zu einem Experten f\u00fcr Ziehpfeife-Enten-Lockrufe geworden bist, ist es Zeit, mehr Kontrolle und Koordination zu erlangen. Spiele eine bequeme Tonh\u00f6he. Die Stimmung h\u00e4ngt von der Gr\u00f6\u00dfe des Mundst\u00fcckes ab. Soprano: irgendwo zwischen &#8222;A&#8220; und &#8222;C&#8220;; Alto: klingend &#8222;A&#8220;; Tenor: klingend &#8222;F&#8220;-&#8222;G&#8220; (manche Mundst\u00fccke mit kleiner Kammer auch ein &#8222;A&#8220;); Bariton: Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, es ist 10 Jahre her, seit ich mein Bari verkauft habe.<\/p>\n<p>Diese Stimmung als Ausgangspunkt nutzend, stelle dein Stimmger\u00e4t auf diese Tonh\u00f6he ein (es soll einen h\u00f6rbaren Ton erzeugen, nicht die Stimmung messen) und beginne, eine Tonleiter abw\u00e4rts zu spielen. Triff jedes Intervall so genau du kannst, achte dabei auf Schwebungen zwischen deinem Ton und dem Ton deines Stimmger\u00e4tes (ein Synthesizer oder Keyboard erf\u00fcllt diesen Zweck, wenn du keinen Ton-erzeugenden Tuner hast). Versuche, eine ganze Oktave zu spielen. Wenn du ungef\u00e4hr eine Sexte erreicht hast, wird die Stellung deines Unterkiefers sich ver\u00e4ndern und du wirst so etwas wie einen Subtone-Ansatz einnehmen. Diese tiefen T\u00f6ne stehen f\u00fcr extreme Flexibilit\u00e4t und Ansatzver\u00e4nderung, aber ich denke, dass sie einen Zweck erf\u00fcllen. Verzweifele aber trotzdem nicht, wenn du sie nicht erreichen kannst; das wesentliche dieser \u00dcbung kannst du auch schon erfassen, wenn du nur eine Quinte oder Sexte erreichst.<\/p>\n<p>Nachdem du die Tonleiter oder wenigstens den Anfang davon erarbeitet hast, richte dein Augenmerk auf das Entscheidende \u2013 den Teil der \u00dcbung, der dir erste Beherrschung der Koordination gibt: dynamische Kontrolle. Beginne die Tonleiter erneut. Bei einem Tempo von ungef\u00e4hr Viertelnote = 126, halte jeden Ton 8 Schl\u00e4ge lang aus (oder l\u00e4nger, wenn du magst). Beginne jeden Ton kraftvoll (sei dir dabei dennoch deiner Nachbarn bewusst) und achte wieder genau auf die Stimmung in Bezug auf Ihren Referenzton. Nun wirst du \u00fcber vier Schl\u00e4ge leiser bis ppp und \u00fcber die n\u00e4chsten vier Schl\u00e4ge wieder lauter bis zur urspr\u00fcnglichen Lautst\u00e4rke. Halte dabei die Stimmung konstant. Jetzt wiederhole dies f\u00fcr jeden Ton der Skala und konzentriere dich dabei auf die Stimmung. Gleichm\u00e4ssige Stimmung ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr diese \u00dcbung.<\/p>\n<p>Ok, das war\u2019s. Jetzt hast du es geschafft. F\u00fchre diese \u00dcbung als t\u00e4gliche Aufw\u00e4rmung durch, bevor du mit den Oberton-\u00dcbungen beginnst.<br \/>\nNachdem du nun gelernt hast, Tonleitern (und ein paar von euch haben wahrscheinlich auch schon Melodien gespielt) auf deinem Mundst\u00fcck zu spielen &#8211; was kannst du damit anfangen au\u00dfer deine Freunde mit einer Mundst\u00fcck-Serenade zu \u00fcberraschen? Eine Menge! Wenn du die Geschwindigkeits- \/ Stimmungskontrolle beherrscht, hast du schon viel erreicht. Du hast bereits herausgefunden, dass, wenn die Geschwindigkeit des Luftstroms schw\u00e4cher wird, die Stimmung ansteigt, und umgekehrt. Du hast gelernt, dass du dies kontrollieren konntest, ohne unbedingt genau wissen zu m\u00fcssen, was du \u00fcberhaupt machst. Es ist einfach ein nat\u00fcrlicher und intuitiver Vorgang der Kompensation. Du hast auch gelernt, dass Enge und der Verlass auf Kieferdruck allein (Bei\u00dfen) der Feind der Luftstromkontrolle sind &#8211; und dennoch ist dies ein gro\u00dfer Teil des Gesamtvorgangs. Lernen, diese Vorg\u00e4nge zu koordinieren, macht dich zum Virtuosen.<\/p>\n<p>Jetzt, an diesem Punkt, k\u00f6nnte ich einen langen Vortrag dar\u00fcber halten, was genau in deinem Mund passiert, k\u00f6nnte dir die Zungenpositionen genau beschreiben und dies und das, und mach dies und mach dies nicht, und wenn du es nicht genau auf meine Weise machst ist es nicht richtig, und bla bla bla. Aber das mache ich nicht, aus einem guten Grund. Ich wei\u00df es selbst nicht wirklich. Nun ja\u2026. Ich sollte das nach all den Jahren wissen, aber es ist wirklich nicht wichtig, und ich m\u00f6chte nicht, dass da drau\u00dfen jemand heruml\u00e4uft der sagt \u201eShooshi sagt, dass muss so gemacht werden\u201c und der eine v\u00f6llig neue \u201eDenkschule\u201c beginnt. Denkschulen sind eine gute Art und Weise, dich zu verschlie\u00dfen und deine Lernf\u00e4higkeit zu blockieren. Sobald dir jemand eine Denkschule aufzeigt, mach dich bereit weg zu rennen oder lass dich einschn\u00fcren. Das was sie dir erz\u00e4hlen werden muss nicht unbedingt falsch sein, aber die Tatsache, dass ein nur einen Weg geben soll. \u201eSchule\u201c in diesem Sinne wird als eine Art \u201eKult\u201c verstanden.<\/p>\n<p>So, anstatt dir zu erz\u00e4hlen, was was ist, sage ich dir lieber, was du tun musst um herauszufinden, was f\u00fcr dich gut ist. Das bedeutet, ich gebe dir einfach ein paar Werkzeuge anstatt dir zu sagten, was du mit diesen bauen musst. Fangen wir an:<\/p>\n<p>Was ist es, das es dir erm\u00f6glicht, die Stimmung auf dem Mundst\u00fcck allein zu ver\u00e4ndern? Ist es eine \u201eLippen-Ver\u00e4nderung\u201c? Nein! Ich kann das Blatt nahezu zubei\u00dfen und immer noch Tonleitern spielen. Deine Lippen sind mit einbezogen und m\u00fcssen mit Muskeln unterst\u00fctzt werden, aber es w\u00e4re falsch zu sagen, dass wir die Lippen ver\u00e4ndern. \u00d6ffnen wir unsere H\u00e4lse oder schlie\u00dfen wir sie? Vielleicht. Es ist nicht so wichtig dies zu wissen, solange es, was auch immer es ist, automatisch passiert um die \u00dcbung erfolgreich zu absolvieren. Aber eines ist sicher. Die Zunge und andere Dinge bewegen sich wenn du leiser oder lauter wirst oder die Note \u00e4nderst oder die Stimmung korrigierst, genauso wie sie es beim Hornspiel machen, und so vollf\u00fchren sie einen koordinierten \u201eTanz\u201c , genau wie beim Horn. Diese Reihe von Bewegungen, was auch immer diese sind, und die Positionen der K\u00f6rperteile in deinem Mund und Hals sind alle wichtig um herauszufinden, was funktionieren wird in gegebenen musikalischen Verh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Zum Beispiel du spielst in dem tieferen mittleren Register und hast einen schnellen Sprung in das Altissimo und wieder zur\u00fcck. Du kannst die Altissimo-Note alleine gut spielen. Du kannst das mittlere Register alleine gut spielen. Aber wenn du sie zusammen spielst, quietscht es und wird angespannt. Wie kannst die beiden Dinge locker zusammenbringen? Ganz einfach. Merke dir die Position von den beiden (Noten). Reduziere die Wechsel zwischen diesen zwei Positionen auf das kleinste Minimum, das n\u00f6tig ist, um es richtig zu spielen. Es ist eine kleinere Ver\u00e4nderung, mit der wir beginnen, als du vielleicht denkst. Nun kommt unser Trick.<\/p>\n<p>Setze die lautliche (phonetische) Position deines Mundes f\u00fcr diese zwei verschiedenen Stufen\/T\u00f6ne auf dem Instrument f\u00fcr die Lautst\u00e4rke, die du brauchst. Nun tu sie zusammen. Das ist so leicht wie, wenn du &#8222;any ann&#8220; sagen sollst. Schaue was passiert, wenn du &#8222;any ann&#8220; sagst. Deine Zunge bewegt sich in zwei verschiedene Positionen und zur\u00fcck. Das ist \u00fcberhaupt nicht schwierig, aber es macht zwei ganz verschiedene Sounds. So leicht sollte es auf dem Sax sein. Aber du wirst auf dem Sax vielleicht wie ein Baby, das zum ersten Mal sprechen lernt, sein. Es braucht seine Zeit zum Lernen und du solltest es langsam machen bis du das Prinzip verstehst. Bald wirst du sehr schnell sprechen k\u00f6nnen. Zur\u00fcck zu der Mundst\u00fcck-\u00dcbung. Wenn du die Tonleiter spielst, dann merke dir die lautliche (phonetische) Position f\u00fcr jede Tonh\u00f6he und Lautst\u00e4rke. Merke dir, dass du drei Positionen der Zunge behandeln wirst &#8211; so hab ich sie jedenfalls getrennt: R\u00fcckseite (Hinten), Mitte und Spitze.<\/p>\n<p>Der hintere Teil der Zunge bleibt fast die ganze Zeit gleich. Du hast mache Leute sagen h\u00f6ren, dass du deinen Hals offen lassen sollst, w\u00e4hrend andere sagen, dass du ich zumachen sollst. Manche reden \u00fcber warme und kalte Luft, schnelle oder langsame Luft. Hier\u00fcber herrscht eine gro\u00dfe Verwirrung, und niemand scheint sich zu einigen. Daf\u00fcr gibt es einen guten Grund. Niemand wei\u00df wirklich, was da hinten abgeht. Du jedoch wei\u00dft das, auch wenn du es nicht in Worte fassen kannst, denn du hast die Mundst\u00fcck\u00fcbungen gemacht. Konzentrieren wir uns lieber auf die Praxis als \u00fcber Dichotomien zu spekulieren. Um die Mundst\u00fcck\u00fcbungen erfolgreich zu absolvieren, ist der hintere Teil der Zunge in einer Position, um jederzeit den Sound eines \u201eK\u201c zu kreieren. Es h\u00f6rt sich nicht wirklich wie ein \u201eK\u201c an, aber fast. Es ist irgendwo zwischen \u201eK\u201c und einem harten \u201eG\u201c (wie in \u201egates\u201c). Du k\u00f6nntest mit dieser Position einen Sound artikulieren. Das ist sehr geschickt, denn wenn wir mit der Doppelzunge beginnen, wissen unsere Zungen bereits was sie machen m\u00fcssen. Die Position ist ein bisschen \u00fcberanstrengt f\u00fcr jeden dieser beiden Konsonaten-T\u00f6ne \u2013 wir benutzen jedoch \u201eK\u201c und \u201eG\u201c um die Position zu beschreiben, da sie dem sehr nahe kommen. Denke daran, wir benutzen die Buchstaben um etwas zu beschreiben, was wir bereits machen. Wir versuchen nicht, die Buchstaben anzupassen wie wir es beim normalen Sprechen tun. Die Mundst\u00fcck\u00fcbungen nehmen wir zur Hilfe, um die richtigen Positionen zu finden. Wir wenden die phonetischen Symbole nur als Hilfsmittel, um uns an diese Positionen zu erinnern.<\/p>\n<p>Nun&#8230; lasst uns die Mitte der Zunge \u00fcberspringen und sp\u00e4ter darauf zur\u00fcckkommen. Schauen wir auf die Zungenspitze. Sie schein als ein Schwerpunkt f\u00fcr die Luft zu dienen, bevor diese in das Mundst\u00fcck eintritt. Wenn sie fokussiert ist, nimmt sie eine Art spitze Form an, irgendwo zwischen dem englischen \u201eR\u201c und \u201eL\u201c. Sie ist jederzeit dazu in der Lage, das Blatt anzusto\u00dfen und ein \u201eD\u201c oder \u201eT\u201c zu erzeugen; eine Form die sehr geschickt ist f\u00fcr die einfache Zunge. (Hey, ist es nicht erstaunlich, wie das alles klappt?) Erinnere dich wieder daran, dass du das nimmst , was funktioniert (aus den Mundst\u00fcck\u00fcbungen) und verwende die phonetischen Symbole zur Beschreibung \u2013 nicht umgekehrt!<\/p>\n<p>Ok, f\u00fcr die Mitte der Zunge haben wir unsere Vokale \u2013 alle davon. Du kannst sie selbst f\u00fchlen, da du die Mundst\u00fcck\u00fcbungen machst. Spiel einen Ton und erstarre in dieser Position. Nimm das Mundst\u00fcck weg und spreche was auch immer da heraus kommt, ohne dass du die Position \u00e4nderst. Das ist dein phonetisches Symbol f\u00fcr diesen Ton. Du kannst es sogar aufschreiben! Zumindest kannst du was \u00c4hnliches aufschreiben, das f\u00fcr dich diese Bedeutung hat. Das ist dir eine gro\u00dfe Hilfe, wenn du versuchst dich zu erinnern, wie du im altissimo diesen Sprung \u00fcber 2 Oktaven auf einer Sechzehntelnote machst.<\/p>\n<p>Eine andere wichtige Position, die man sich merken sollte, ist die der Seiten der Zunge. Wenn die Zunge es richtig macht, dann rutscht sie nach vorne und hinten zwischen einem Paar oder zwei der oberen Backenz\u00e4hnen. Das ist keine gro\u00dfe Bewegung, aber die reicht. Das erleichtert einem, eine geeignete Kammer f\u00fcr die durchflie\u00dfende Luft zu machen. Beim Machen von diesen vielen verschiedenen Dingen mit der Zunge haben wir Platz f\u00fcr eine Resonanzkammer geschaffen, die uns hilft, die gew\u00fcnschten Obert\u00f6ne und Tonh\u00f6hen richtig zu spielen, wobei wir sie aus der anderen Resonanzkammer holen &#8230; auch Saxophon genannt. Lass diese Kammern aufeinander folgen und du bekommst eine harmonische Verfestigung. Die Resonanzkammer kann dem Sound aber auch Schaden zuf\u00fcgen, wenn du die Harmonien von dem Ton, den du spielen willst, nicht befestigst. Wenn du das nur auf dem Mundst\u00fcck spielst, w\u00fcrde es quietschen oder einfach nur ein ausgenommenen hohen Ton produzieren, den du nicht kontrollieren kannst. Die Gr\u00f6\u00dfe der Kammer ist sehr fein, aber sehr wichtig. Ohne sie k\u00f6nntest du keine Obert\u00f6ne, Altissimos oder Tonh\u00f6henkorrekturen machen. Du w\u00fcrdest Probleme dabei haben, die Tonregister des Hornes mit der Zunge zu kontrollieren. Du w\u00fcrdest mit gro\u00dfen Intervallspr\u00fcngen bei hoher Schnelligkeit Probleme haben. H\u00f6rt das sich vern\u00fcnftig an? Dann musst du das wahrscheinlich erstmal eine Weile lang machen!<\/p>\n<p>Lasst uns nochmal auf unsere phonetischen Positionen zur\u00fcckblicken. Wenn du unsere hinteren, mittleren und vorderen Positionen zusammennimmst, bekommst etwas in der Art [K(G)] + [a, e, i, o, u] + [R(L)]. Es wird dir nichts ausmachen, wenn ich eine bestimmte Position zu etwas wie [KAR] vereinfache. Oder was ist mit [KIR]? Wir wissen, dass das \u201eK\u201c kein wirkliches K ist, und dass das R in Wirklichkeit mehr ein L ist. Wir verwenden die Symbole lediglich als Kurzschrift f\u00fcr etwas, an das wir uns erinnern wollen.<\/p>\n<p>Nun hast du ein Hilfsmittel, dass dir hilft, dich an bestimmte Luftstr\u00f6me zu erinnern, und du hast eine Referenz\u00fcbung &#8211; das Mundst\u00fcck &#8211; um diese Luftstr\u00f6me zu koordinieren in den dynamischen, praktischen Gebrauch.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes wirst du dieselben Luftstrom-Positionen in deine Harmonik (Oberton-) \u00dcbungen einbauen. Mach einfach dasselbe. Spiele jeden Oberton auf deinem Sax und ver\u00e4ndere die Geschwindigkeiten. Crescendo und Decrescendo (oder umgekehrt), beobachte die Ver\u00e4nderung.<br \/>\nArbeite daran, die Klangfarbe zu bekommen, die dem Sound, den du erreichen willst, entspricht. Schreibe die phonetischen Positionen auf. Nun spiele den normalen Fingersatz. Wende dieselben phonetischen Positionen an. Du wirst ausgleichen m\u00fcssen &#8211; aber nur ein bisschen.<\/p>\n<p>Du bist nun bereit, diese \u00dcbungen zu verwenden. Wenn du sie in deinem jetzigen Spiel anwendest, solltest du eine Verbesserungen feststellen: in der Intonation, der Kontrolle der Tonh\u00f6he, der Korrektur der Tonh\u00f6he nach dem Ansto\u00dfen feststellen, Vibrato (Form, Geschwindigkeit, Tiefe, Flexibilit\u00e4t und Stetigkeit), dynamische Kontrolle (und ihre Beziehung zur Tonh\u00f6he), Zungenansto\u00df, Doppelzunge, klangliche Stetigkeit, altissimo, und generell im Spielen aller Register. \u00dcberall wo du auf ein Problem st\u00f6\u00dft wirst du vorbereitet sein, diese Probleme zu isolieren und sie mit den neu gelernten Hilfsmitteln zu bearbeiten. Du wirst auf jeden Fall:<\/p>\n<p>1) genau herausfinden, wo das Problem liegt<\/p>\n<p>2) die Noten, die dir Probleme bereiten, einzeln spielen<\/p>\n<p>3) die ideale Position f\u00fcr jede Note bestimmen<\/p>\n<p>4) die phonetischen Positionen und ihre Ver\u00e4nderung zwischen den Noten aufschreiben<\/p>\n<p>5) \u00fcben, die minimalste Ver\u00e4nderung zwischen den beiden zu erreichen<\/p>\n<p>6) die Ver\u00e4nderung so flie\u00dfend wie beim Sprechen zu machen<\/p>\n<p>7) dies auf die Musik anwenden und das Tempo zu steigern, bis es perfekt ist.<\/p>\n<p>Wir reden jetzt viel \u00fcber Ver\u00e4nderungen. Wurden wir nicht alle gedrillt mit dem Gedanken, dass sich nichts ver\u00e4ndert, das wir alles in einer Position spielen sollen? Was ist mit Daniel Deffayet (und anderen), die sich an \u00f6ffentlichen Vorf\u00fchrungen erfreuten, in denen sie einen Studenten in ein Sax blasen lie\u00dfen, w\u00e4hrend der Saxophonist hinter ihm stand und die Klappen des Saxophons bet\u00e4tigte? Es ist erstaunlich zu sehen, dass der Student wirklich Musik spielen KANN, wenn jemand anderes den Fingersatz \u00fcbernimmt. Dadurch kann der Student keine Ver\u00e4nderung vorhersagen und auf diese mit den (schlechten) gew\u00f6hnlichen Weisen reagieren.<\/p>\n<p>Was demonstriert wird ist, dass der Student \u00fcblicherweise die falschen Sachen ver\u00e4ndert, und diese zu sehr ver\u00e4ndert. Ich kann auch Deffayets Trick machen, aber wenn jemand dies f\u00fcr mich tut, kann ich kann ich ihre Pl\u00e4ne durchkreuzen, indem nichts ver\u00e4ndert wird. Versuch einfach ein tiefes Bb zu spielen, in dieser Position zu erstarren und dann ein altissimo G oder ein hohes F zu spielen. Es wird meistens nicht kommen. Das Geheimnis liegt in den 3 Teilen der Zunge. Der hintere Teil und die Spitze ver\u00e4ndern sich nicht. Daher kommt die Idee, dass sich nichts ver\u00e4ndert. Aber diese Idee ist nicht ganz richtig: die Mitte ver\u00e4ndert sich. Die Vorf\u00fchrungs-Trick ist m\u00f6glich, da der hintere Teil sowie die Spitze sich nicht ver\u00e4ndern, nahezu jede Note ist m\u00f6glich, wenn die Mitte der Zunge in einer neutralen Position ist. In der Tat werden einige der richtigen Ver\u00e4nderungen naturgem\u00e4\u00df erfolgen. Die Kontrolle \u00fcber die pr\u00e4zise Tonh\u00f6he und Geschwindigkeit stellt jedoch ein Problempaket dar, das in dieser \u00f6ffentlichen Vorstellung nicht pr\u00e4sentiert wird. Dieses neue B\u00fcndel an Problemen wird so ziemlich komplett mit den Mundst\u00fcck\u00fcbungen bearbeitet, wenn sie auf Oberton\u00fcbungen und Altissimo-Studien und dann auf Musik im Allgemeinen angewandt wird.<\/p>\n<p>Auf was es also herausl\u00e4uft: wenn du einmal die richtigen Positionen ermittelt hast, ist dieser kleine Teil deiner Zunge &#8211; derselbe Teil, der all deine Konsonanten-Sounds produziert &#8211; von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit um dir zur der Flexibilit\u00e4t auf deinem Instrument zu verhelfen. Er bestimmt deine Stimmung, Tonh\u00f6he und die harmonische Verst\u00e4rkung deines Sounds. Und es ist nat\u00fcrlich wie Sprechen und Pfeifen. Tats\u00e4chlich k\u00f6nntest du dir diese gesamte Sache wie \u201ePfeifen w\u00e4hrend du arbeitest\u201c vorstellen.<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr Fl\u00f6te, Klarinette und alle anderen Holzblasinstrumente. In jedem Fall ist das Gef\u00fchl v\u00f6llig anders, aber das Prinzip ist dasselbe. Die Ver\u00e4nderungen auf der Fl\u00f6te sind ultra-winzig, aber von noch gr\u00f6\u00dferer Bedeutung, da du dich nicht auf Oktavklappen verlassen kannst, die einen Teil der Arbeit f\u00fcr dich erledigen. Auf der Klarinette \u00fcberbl\u00e4st die Lufts\u00e4ule zu einer Duodezime; das Gef\u00fchl ist so wieder ein v\u00f6llig anderes, aber es ist da.<br \/>\nOboe ist wie Fl\u00f6te &#8211; sehr zart. \u00dcber das Fagott kann ich nichts berichten, da ich noch keines au\u00dferhalb eines Holzblasinstrumentenunterrichts gespielt habe. Aber dieselben Prinzipien gelten genauso f\u00fcr Blechblasinstrumente. In der Tat k\u00f6nntest du kein Blechblasinstrument ohne diese Prinzipien spielen.<\/p>\n<p>Lass mich zum Schluss nochmal die Tatsache best\u00e4rken, dass diese Hilfsmittel es dir erm\u00f6glichen herauszufinden, was f\u00fcr dich funktioniert. Vielleicht erfordern deine Soundvorstellung, dein Mundst\u00fcck, die Form deines Mundes, nicht zu vergessen dein umgangssprachlicher Dialekt (ich denke da an Brooklyn), dass du etwas anders machst wie ich. Jedoch verwenden wir immer noch dieselben Hilfsmittel, um dies herauszufinden und anzuwenden.<\/p>\n<p>Shooshie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BRAVO! I&#8217;m thrilled to see this product. 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